Chile: April 2015

Mittwoch, 22. April 2015

HALLIHALLO IHR LIEBEN

Soooo hier mal ein ganz andere Beitrag und zwar hab ich mir gedacht, ich mache mal wieder eine WG TOUR, damit ihr seht wie unsere casita so aussieht und vor allem wie sie sich verändert hat!
Schaut doch einfach mal rein.

Fühlt euch Gedrückt



Montag, 6. April 2015


Tag 10

Nach einer durchfeierten Nacht mit dem Parkpersonal machen wir uns morgens pünktlich um 8 Uhr auf den Weg zum nächsten Campingplatz. Heute ist der längste Tag, insgesamt werden wir ca 20 km laufen. Aber die Sicht auf die immer türkisen leuchtende Lagune erleichtert uns den Weg.
Der Weg ist super easy bis auf ein paar heftige Steigungen zum Schluss hin. Mit dem Wetter haben wir verdammtes Glück ( siehe Bilder ) und ich bin überwältigt von der Farbpalette, die uns die Natur an diesem Tag bietet.
Unser Ziel ist das "Campamento Italiano" (siehe Übersichtskarte weiter unten), dieser Campingplatz ist kostenlos und ein echter Naturburschen Campingplatz, Plumpsklo, kein fließend Wasser ( es gibt ja schließlich Gletscherbäche) und sonst auch nichts. Dafür kostenlosen Regen und Temperaturen an der 0 Grad Grenze. Aber ein Indianer kennt Schmerz und da wir von dem Tag unglaublich fertig sind, schlafen wir in dieser Nacht tief und fest.




p.s. nein so viel zugenommen habe ich nicht, ich hab hier irgendwie nur alles an, was ich in meinem Rucksack finden konnte!


Tag 11

Bei Sturm und Regen am nächste Morgen beschließen wir nicht nach hinten in das Tal zu laufen, dass eigentlich die W-Tour vervollständigen würde. Wir lassen uns von einigen Personen Sagen, dass die hälfte auf Grund des Wetters gesperrt ist und es sich so überhaupt nicht lohnt. So begeben wir uns in den Sturm. Unser nächstes Ziel ist schon unser letzter Campingplatz am Lago Pehoé. Die angegebene Zeit halten wir hier zum ersten mal nicht ein, weil der Weg verschlammt und überschwemmt ist. Auch fängt hier der verbrannte Teil des Parkes an. Vor Jahren hat ein Tourist einen riesen Brand ausgelöst, und damit große Teile des Parkes zerstört, so laufen wir bei Regen durch abgebrannte Waldlandschaften. Kein Schöner, aber immerhin Interessanter Anblick und ein Erlebnis wert.





Tag 12

Nach einer endlos scheinenden Schlaflosen Nacht ( es hat so stark gewindet, dass ich dachte, jeder Moment fliegt unser Zelt davon) beschließen wir, an unserem Letzten Tag noch hoch zum Gletscher Grey zu laufen. Das Wetter ist schlecht, und im Unterbewusstsein wissen wir, dass wir heute nichts sehen werden. Der Ehrgeiz bringt uns schlussendlich doch dazu, noch hoch zu laufen, einfach um das W zu beenden. Der Weg ist zum Schluss hin echt heavy und wir laufen auch nicht direkt zum Gletscher, weil wir Angst haben die Fähre in Richtung Puerto Natales nicht mehr zu bekommen.
Auf diesem Wege hinterfragt man dann doch, was diesen Park so berühmt macht und man muss sich immer wieder die wundervollen Erfahrungen der ersten Tage ins Gedächtnis rufen um nicht frustriert abzubrechen.( hier ist nämlich auch alles abgebrannt).. Wir sind vollkommen kaputt von den letzten Tagen, aber irgendwie schaffen wir es dann doch und ich denke jeder von uns beiden, hätte sich sein Leben lang geärgert, hätten wir diesen Endspurt nicht durchgezogen.
Auf der Fähre Richtung Zivilisation bin ich dann doch mächtig stolz auf mich und merke wie mich eine Nationalpark Sucht ansteckt. Das wird sicherlich nicht der Letzte Nationalpark gewesen sein den ich besucht habe. Auf meinem Nachttisch liegt schon eine lange To-Do liste!






ja woooo ist der Gletscher :D