Chile

Montag, 9. März 2015



Tag 4

Mit dem Bus gings dann weiter nach Chiloé. Die Reisebusse in Chile sind wahnsinnig gut und billig! Für die 4 Stündige Fahrt nach Chiloé ( inklusive Fähre) haben wir etwa 10 Euro gezahlt.
So kommen wir gegen Mittag in Chiloé an. Nach einem etwas chaotischen Hin und Her, weil wir keine Hostals reserviert hatten, schlafen wir eine Nacht in einem Hostal und die 2. Nacht in einem anderen. Das tolle daran, beide Hostals sind im Lonely Plante empfohlen und einfach genial!
Das ist aber auch das einzig positive an Chiloé. Wir haben verdammt blödes Wetter und der Nebel und Regen nimmt Chiloé seinen berühmten Charme. Außerdem haben wir nur 2 Nächte auf Chiloé und somit keine Zeit die Nationalparks der Insel zu erkunden. Den ersten Tag laufen wir ein bisschen durch Ancud, der Stadt, in der unsere Hostals sind. Ancud ist ganz nett. Nach einem schockierende Spaziergang noch durchs Armenviertel der Stadt, kochen wir am Abend in der Hostalküche etwas.
Ich glaube, würde ich nicht in Santiago in so einem Viertel wohnen, hätte ich mich nie in dieses getraut. Und dieses dort ist schon echt heftig! Direkt am Meer, der beißende Wind den ganzen Tag, das Salz in der Luft und dann kleine Schäbige Wellblechhütten.. War wohl das Beeindruckenste, was ich von Chiloé mitnehme.
Den Abend verbringen wir gemütlich quatschend mit den ungefähr 99% deutschsprechenden Hostalbesuchern und geben ein paar Tipps über Chile und Santiago weiter.





Tag 5

Heute fahren wir nach Castro, der größten Stadt Chiloés. Nach einer morgendlichen Umzugsaktion ins neue Hostal, sitzen wir im Bus nach Castro. Immer noch ist die ganze Insel versteckt von Nebel und Regenwolken. Landschaftlich könnten wir auch von Rottweil nach Irslingen fahren. In Castro schauen wir die berühmte Kirche an, deren Innenarchitektur wirklich beeindruckend ist, und ich kann ,dank meines Kunstabiturs,  auch ein paar schlaue Kommentare abgeben.
Den restlichen Tag verbringen wir auf dem Handwerksmarkt von Castro, auf dem man wunderschöne Ohrringe, Alpakapullis und Co kaufen kann. Danach besuchen wir noch ein, im Reiseführer empfohlenes Café und trinken einen super leckeren Cappuchino.
Ich liebe den Süden für seinen Kaffee und seinen Kuchen! Und diese Dinge gibt es hier deshalb, weil in diesem Teil Chiles ein großer Anteil deutscher Einwanderer schon mehrer Generationen lebt.




Tag 6

An diesem Morgen wachen wir bei wunderschönem Sonnenschein auf, und ich denke nur: das darf nicht wahr sein! Gerade heute fährt unser Bus schon um 10.30 zurück ans Festland! Aber da kann man halt nichts machen. Wenigstens das super leckere Frühstück genießen wir bei Sonnenschein in unserem Hostal und genießen auf dessen Terrasse noch ein Stündchen schönes Wetter. Heute fahren wir nach Puerto Montt um dort für den Torres del Paine einzukaufen. Außerdem geht um 21.00 Uhr unser Flieger nach Punta Arenas.
Puerto Montt ist nicht schön, hat aber einen Jumbo. Jumbo, das ist hier der teuerste Supermarkt uuuund der einzige mit deutschen Lebensmitteln, sprich Lebensmitteln mit denen man eine 5 tägige Treckingtour durch einen Nationalpark übersteht. So wanderen hier Pumpernickel, Salami am Stück, Müsliriegel, Müsli etc. in unseren Einkaufswagen. Danach sitzen wir noch ein bisschen am großen Hafen von Puerto Montt und beobachten die ganzen Kreuzfahrtschiffe, die von dort aus ihre Reise nach Patagonien antreten. Abends geht es dann zum 20 km entfernten Flughafen. Unser Flug ist ruhig und verläuft gut. Diese Nacht verbringen wir auf dem Flughafen in Punta Arenas, da wir um 00.00 Uhr ankommen und Punta Arenas eine Stunde entfernt ist. Ein paar wenige Stunden mit einem vorfreudigen Kribbeln im Bauch. Morgen geht es los zum Highlight unserer Reise! Dem Torres del Paine.




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