Chile: Oktober 2014

Mittwoch, 29. Oktober 2014


"Pucha, Sollte mal wieder was Posten."

-Ein kleines Lebenszeichen meinerseits.-



Vor 3 Monaten bin ich in Frankfurt in ein Flugzeug gestiegen und am nächsten Morgen in einem unglaublich kalten und vor lauter Smog kaum sichtbaren Santiago angekommen. Jetzt hab ich auch das Gefühl richtig angekommen zu sein.
Mittlerweile lebt man hier so vor sich hin, geht Sonntags auf den Wochenmarkt, Abends im kleinen Tante Emma Laden Brot einkaufen und fährt schon Bus und Metro als habe man nie in einer Kleinstadt gewohnt. In der Sala Cuna fühle ich mich richtig wohl und habe auch langsam das Gefühl, dass ich auch wirklich eine Hilfe bin. Und das ist wirklich schön, denn am Anfang war ich da noch sehr selbstkritisch, und es hat nicht wenige Momente gegeben in denen ich meinen Freiwilligendienst in Frage gestellt habe und mich selbst eher wie das 22. Kind als eine Erzieherin gefühlt habe. Die Sprache wird mit jedem Tag besser, aber ist eine Traumvorstellung schon nach 3 Monaten die Sprache perfekt zu können, vor allem wenn man zu Hause und am Wochenende fast nur Deutsch spricht.
Ansonsten bin ich immer auf Achse, vor ein paar Wochen war ich in der Deutschen Botschaft. Es wurde der Tag der Deutschen Einheit gefeiert und 4 Freiwillige haben die Fundación Cristo Vive vertreten. Eine schrecklich grässliche Angelegenheit mit Spätzle mit Gulasch und Soße mitten in Lateinamerika. Die Reichenviertel gefallen mir überhaupt nicht. Das Viertel mit der deutschen Botschaft nennt sich Vitacurra und so deutsch, dass ich mich fast geschämt habe. Man läuft an einem deutschen Sportclub vorbei mit blonden Frauen im Poloshirt, weiter am deutsch chilenischen Club bis zur Clinica Alemana, die die 2. Beste in Lateinamerika ist und aus 4 rießigen verglasten Gebäuden besteht. Dort leben Menschen, die außer diesen reichen Vierteln nichts anderes kennen. Als ich in der deutschen Botschaft  Personen dort erzählt habe, dass ich in la Pintana wohnen würde haben mich 99% Prozent angeschaut, als hätte ich erzählt, dass ich mit einem Einhorn angereist wäre und eigentlich vom Mond komme.  Als ich mit dem Bus ( der unterwegs eine Scheibe verloren hat) wieder in La Pintana angekommen bin, hab ich mich ,glaube ich, noch nie so wohl gefühlt. Das hier ist echtes Leben, das ist Lateinamerika und Chile und nicht die Vollkornbrothäppchen mit Spargel in der deutschen Botschaft.



ein paar Bilderchen


unsere neue Wasseraktivität am Morgen:





 Das passiert wenn man seine Kamera in Kinderhände gibt, und 4 sekunden später 45309850 bilder von den selben Füßen auf der SD karte hat.


Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir soviel getanzt haben im Kindergarten früher. Hier wird mit den Kindern dauernd getanzt. Find ist extrem gut. Auch für die Koordination.

 ein paar meiner zuckersüßen Kinder


Die Deutsche Botschaft:

(sind leider nur Handybilder)


Keeeine Ahnung, wo die diesen Käse aufgetrieben haben, ich war im 7 Himmel.